Franz Hitze
* 16.3. 1851 in Hanemicke Kreis Olpe (Sauerland)
•Schüler des Gymnasiums Theodorianum
•1872-1877 Studium der Theologie und Philosophie in Würzburg; weiterhin Befassung mit sozialen Problemen.
•1878 Priesterweihe in Paderborn
•1880 Generalsekretär des katholischen Unternehmerverbandes »Arbeiterwohl«
Er forderte die Sozialversicherung und den gesetzlichen Arbeiterschutz, die Beteiligung der Arbeiter am wirtschaftlichen Produktivitätsfortschritt
Hitze trat nicht nur für eine systematische staatliche Arbeiterwohlfahrtspolitik ein, sondern befürwortete die Selbstorganisation der Arbeiter in Gewerkschaften, weil nur diese gewährleisten könnten, daß die Arbeiter sich ihren Anteil am Produktivitätszuwachs sichern könnten und die schwache Position des individuellen Arbeitnehmers gegenüber dem Arbeitgeber durch den kollektiven Arbeitsvertrag gestärkt werden könne.
•1882-1893 Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses.
•1884-1912 Mitglied des Reichstages
Der Sozialpolitiker Franz Hitze wurde 1893 als Extraordinarius auf den soeben errichteten ersten Lehrstuhl für christliche Gesellschaftslehre in Münster berufen. Sein Lehrstuhl blieb in Deutschland für lange Zeit der einzige in seiner Art.
•1897 Franz Hitze beteiligt sich an der Gründung des "Charitasvereins"
•1918/19 Franz Hitze übt großen Einfluß bei der Formulierung der »soz. Artikel« der Weimarer Verfassung aus.
•Mitbegründer der Zeitschrift Soziale Praxis
•Am Ende seines Lebens kehrt er zu der Zielvorstellung einer berufsständischen Reorganisation der Gesellschaft zurück.
•† 20.7. 1921 in Bad Nauheim.
•http://www.helmut-zenz.de/hzhitze.html#hitze